| SPD weist Vorwürfeaus Amorbach zurück | ||
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Mitglieder stärken Bürgermeister Kern den Rücken
Weilbach. Nach einer Baustellenbesichtigung im Gewerbepark Süd haben die SPD-Gemeinderäte am vergangenen Dienstag getagt. Scharfe Kritik gab es an den öffentlichen Vorwürfen von Amorbachs Bürgermeister Peter Schmitt, Weilbachs Bürgermeister Bernhard Kern habe die Verhandlungen mit dem Logistikbetrieb CEPL verheimlicht. »Verhandlungen über Millioneninvestitionen führen wir nicht am Stammtisch, sondern im Weilbacher Rathaus«, machte stellvertretender Bürgermeister Bernd Pfaff unmissverständlich klar. »Den Schwarzen Peter hat der Amorbacher Stadtrat, der die Einladung zur Mitgestaltung des Weilbacher Gewerbegebietes schon lange vorher kategorisch ablehnte«, sagte er. Gemeinderat Karl-Heinz Leis ergänzte, dass die Stadträte auch dem Angebot, jeweils die Trink- und auch Abwasserleitungen zu verbinden, eine Absage erteilt hätten. Eine Chance zur Lösung der Probleme der Stadt sei somit vertan worden. Gemeinderätin Jutta Burghardt schlug in die gleiche Kerbe: »Das Nein gegen die Interessen der eigenen Bürger begann schon bei einer gemeinsamen Zufahrt zur Gotthardsruine und endet beim nicht voran kommenden Radwegebau.« Unisono waren die Gemeinderäte der Meinung, dass man der Stadt Amorbach mehr Einsicht und Mitsprache eingeräumt habe, als jede andere Gemeinde dem Nachbarn zugesteht und der Gesetzgeber vorsieht. Man schieße jetzt mit haltlosen Beschuldigungen, einer sinnlosen Anzeige und chancenloser Klageankündigung stumpfe Pfeile gegen Bürgermeister Bernhard Kern und seine Räte ab, um von eigenen Fehlern abzulenken. Riskante Fallschirmsprünge, röhrende Flugzeuge, dröhnende Lastwagen, die Ruhe störenden Motorradfahrer, Bauen ohne Genehmigung - alles dichte man jetzt dem Gewerbepark an. In der weiteren Diskussion wurde deutlich, dass Amorbach seiner Rolle als Unterzentrum ohne die Unterstützung der Umlandgemeinden kaum gerecht werden könne. Nur genügend Arbeitsplätze und Kaufkraft stärkten den gesamten Raum und genau diesem Zweck soll das neue Gewerbegebiet dienen. Nach Informationen der SPD liegen bereits mehrere Dutzend Bewerbungen für Arbeitsplätze allein aus Amorbach beim Betreiber des Logistikzentrums vor. Alle hofften auf einen Arbeitsplatz und hätten wenig Verständnis für einen langen und teuren Nachbarschaftsstreit. Die SPD-Mitglieder äußerten aber auch ein gewisses Verständnis für die Reaktionen der Bewohner aus dem gegenüberliegenden Wohngebiet. Die Eingriffe in die Natur würden unbestreitbar erkennbar sein und sollten so gering als möglich gehalten werden. Deshalb werde ein zehn Meter breiter Grüngürtel mit weit über 160 Bäumen gepflanzt. Man wolle danach versuchen, das Gelände gefällig zu modellieren. Der vorhandene Wanderweg wird erneuert.
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| (Bote vom Untermain, 01.05.2007) | ||