Weilbachs Jusos besorgt über neue Nazi-Parolen  
  Graffitis deuten auf jugendliche Sprayer hin

Weilbach. In der vergangenen Woche beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten (Jusos) in Weilbach mit den Graffitis am Bahnhofshäuschen. Der Spruch »Sieg Heil«, eine SS-Rune und ein Hakenkreuz sind dort aufgesprüht.

Vorsitzender Robin Haseler (Weckbach) ordnete die Nazi-Parolen einer Gruppe Weilbacher Jugendlicher zu, die schon öfter durch nächtliches Gegröle mit rechtspopulisitischem  Inhalt aufgefallen waren. »Auf diese Wandverschönerung können wir gerne verzichten«, meinte Haseler.  Es handle sich nicht nur um dumme Lausbubenstreiche, wenn einige Jugendliche glaubten, mit rechten Parolen hausieren gehen zu müssen.

»Wir müssen diesen Auswüchsen entgegentreten«, betonte David Wörner (Weilbach). In Weilbach dürfe es keinen Platz für eine Gruppe von Nazis geben. Auch und gerade weil viele dieser Jugendlichen sicher Mitläufer seien, müsse hier vorbeugend etwas getan werden.

Robin Haseler ergänzte, es bringe nichts, diese Gruppe von Jugendlichen totzuschweigen und zu hoffen, dies sei nur eine kurze Phase pubertären Überschwangs. Nur öffentlicher Umgang mit dem Thema könne hier Abhilfe schaffen. Mit einem Problem wie diesem müssten die Gemeinde und alle örtlichen Vereine offensiv umgehen, so Christine Breunig (Weilbach). Die Jusos wollen hierzu einen Anstoß geben und planen bereits öffentlichkeitswirksame Aktionen. ruw

 

 
  (Boten vom Untermain, 18.10.2006)