Juso Landesvorsitzende Marietta Eder in Marktheidenfeld

(Martktheidenfeld, 1.08.2009, Hotel Schöne Aussicht, 14 Uhr)

Am vergangenen Samstag besuchte die neue Juso Landesvorsitzende Marietta Eder (Schweinfurt) im Rahmen der aktuellen Jusos-on-Tour-Veranstaltungsreihe Marktheidenfeld. Zusammen mit dem Stellv. Landesvorsitzenden Florian Kubsch (Königsbrunn) und der Bezirksvorsitzenden der Jusos Unterfranken Doris Aschenbrenner (Würzburg) wollte Eder mehr über die SPD Jugend in den Landkreisen Main-Spessart und Miltenberg erfahren.

Trotz der großen Hitze am Samstag diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung über drei Stunden angeregt. Die Unterschiede zwischen politischer Arbeit in größeren Städten und ländlichen Regionen wurden ebenso angesprochen, wie die Situation der SPD in Bayern. Begrüßt wurde dabei die Wahl von Florian Pronold zum neuen Landesvorsitzenden der BayernSPD. Juso Unterbezirksvorsitzende Amelie Otto (Partenstein) sagte: „Mit Pronold und seinem Team kommt frischer Wind in die Strukturen. Das freut besonders die Jusos. Wir werden dabei mithelfen.“ Weite Verbesserungsvorschläge, die während der Diskussion entstanden wurden Eder für die nächste Landesvorstandssitzung mit auf den Weg gegeben. Marietta Eder betonte, wie wichtig die Jusos für die SPD geworden seien. Gerade von dort kämen die meisten Ideen und Vorschläge für eine Veränderung der SPD.

Neben organisatorischen Themen wurde auch die Gleichstellung von Mann und Frau sowohl in Politik als auch in der Wirtschaft diskutiert. Hier müsse noch viel Arbeit geleistet werden, betonte die Juso Kreisvorsitzende Nina Spiegel (Karlstadt). Es könne nicht sein, dass Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Lohn erhielten. Hier laufe etwas falsch und das wolle man korrigieren. Amelie Otto verwies auf die geringe Zahl von Frauen in der Politik. Mehr Frauen müssten Mandate erringen, um ihre Sicht der Dinge einzubringen.

Als Gast, der schon knapp aus dem Juso-Alter herausgewachsen ist, konnten die Anwesenden den stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden der SPD Thomas Desch (Triefenstein) begrüßen. Er forderte die Jusos auf, weiter an ihrem kritischen Kurs festzuhalten und bezeichnete die Jusos als Lebenselixier der Partei.

Auch über die wirtschaftliche Entwicklung in der Region diskutierten die Anwesenden. Robin Haseler (Weilbach) machte sich trotz der kleinen Aufhellung der wirtschaftlichen Erwartungen Sorgen. Mit dem Kurzarbeitergeld, Abwrackprämie und den langsam anlaufenden Aufträgen aus dem Konjunkturprogramm habe die SPD eine Abfederung der Krise erreichen können, aber dies würde nicht alle erreichen. Die Kommunen müssten sich wohl in den nächsten Jahren auf harte Zeiten einstellen, wenn die Arbeitslosigkeit weiter steige.

Der Kampf gegen Rechtsradikale war zudem ein Thema. Hier veranstalten die Jusos in Würzbrug am 19.09. ein Konzert mit dem Titel: Rock gegen Rechts. Die ursprüngliche Idee zu dieser großen Veranstaltung mit einem halben Dutzend Bands, ging von den Main-Spessart-Jusos aus. Ihrer Vorarbeit war es zu verdanken, dass man dieses Projekt verwirklichen konnte, sagte Doris Aschenbrenner. Auch vor Ort habe man weiter ein Auge auf die Entwicklung. Derzeit sei es wieder ruhiger in der Region, was rechte Aktivitäten anbelangt, meinte Amelie Otto. Allerdings seien die betreffenden Personen immer noch da, verhielten sich aber nach dem großen Widerstand vieler Bürgerinnen und Bürger nun bedeckt.

Gegen Ende entschloss sich eine interessierte Zuhörerin spontan den Jusos beizutreten und konnte als neustes Mitglied von der Landesvorsitzenden Eder begrüßt werden.

(in geänderter Form in Main-Echo/Main-Post erschienen)