Am vergangenen Montag fand in Amorbach eine Bürgerfragestunde statt. Thema war natürlich das Gewerbegebiet Süd der Weilbacher.
Kurz ganz grob zum Ablauf, denn dieser Blog hatte Augenzeugen auf der Veranstaltung.
1. Bürgermeister Schmitt schildert seine Sicht der Dinge, das Vorgehen der Stadt Amorbach und das der Weilbacher. Dabei betonte er nochmals, dass er das Vorgehen der Weilbacher für “arglistig” hält.
2. Der Rechtsanwalt, der von Amorbach mit der Sache betraut wurde, schildert die Rechtslage. Entkräftet im Prinzip die Vorwürfe des Bgm. Schmitts. Weilbach hat völlig rechtens gehandelt (war ja schon bekannt). Die Hallenhöhe wäre zwar ein Kunstgriff, aber erlaubt. Unsere Zuhörer waren überrascht über die Neutralität des Anwalts “schließlich zahlt Amorbach ja seine Rechnung.”
3. Bürgerfragen
Eindruck unserer Zuhörer:
Vor allem Bürgerinnen und Bürger von den Baugebieten Richtung Amorsbrunn. Wenig gebürtige Amorbacher – viel zugezogenes Volk (was man angeblich am fehlenden Dialekt merkte. Was aber jetzt nicht irgendwie wertend gemeint ist. Es fehlte nur größtenteils das “Volk” aus der Stadtmitte).
Einige Zuhörer hatten den Humor auf die Sache mit dem Zwei-Schichten-Gebot (also keine Nachtschicht) im Gewerbegebiet Süd zu fragen, ob das jetzt auch für die OWA zu gelten hat. Das machte dann den Bürgermeister sehr nervös. Angeblich ist er richtig hochgefahren. “Das ist hier jetzt gar nicht das Thema!” Verständlich. Saß doch Frau Rogge (Miteigentümer der OWA) im Publikum.
Die Bürgerinnen und Bürger kannten sich teilweise sehr gut aus. “Ich weiß wie es in einem Logistikunternehmen zugeht – da kommen mehr LKWs” usw. Meist kommt da natürlich das Vom-Hörensagen ins Spiel.
Sorge machte die Lärmbelastung durch das neue Gebiet. Allerdings hat da Amorbach selbst gepennt. Schließlich gab es schon Gewerbe neben dem jetzt gebauten Gewerbegebiet. Die Amorbacher hatte da nämlich bis vor einigen Jahren ein Betonmischwerk und dafür gab es Lärmkontigente. Da die Amorbacher vergaßen dieses abzumelden, nehmen das jetzt quasi die Weilbacher für sich in Anspruch bzw. es gilt eben auch für sie.
Die Lärmbelastung durch die Lkws, der Lärm durch das Werk und die Automation der Halle waren Punkte die angesprochen wurden. Angesichts der hohen Automation der Halle, zweifelte Bgm. Schmitt an der Zahl der neu zu schaffenden Arbeitsplätze. (Eine Sache die sich schlicht zeigen wird)
Fazit:
Alles war schon beschlossen. Der Bürgermeister stellt dar warum er machtlos war. Aber er hat es ja versucht. (Bitte merken für die nächste Wahl!)
Ansonsten gab es eher nichts Neues auf der Veranstaltung. Stand eigentlich auch alles im Amorbacher Amtsblatt. Aber ein bisschen Bürgerbesänftigung schadet ja nicht.
Eindruck eines Zuhörers anschließend: Wenn der Schmitt Bürgermeister von Weilbach wäre, hätt der das auch so gemacht.
Das lassen wir dann mal so stehen und haben damit eindeutig Stellung bezogen.
(Wobei ich die Anwohner am Amorsbrunn voll verstehe. Hab auch mal oberhalb der OWA gewohnt)
[Quelle: Bote vom Untermain, Amtsblatt Amorbach, Privatpersonen ]
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