Mal ein kleiner Rundumschlag in Sachen Kommunalpolitik. Momentan häufen sich da ja die Konflikte.
Amorbach:
Nach der Bürgerfragestunde in Amorbach zum Gewerbegebiet Süd gab es einen großen Zeitungsartikel. Etwa 100 Bürgerinnen und Bürger waren anwesend (wobei ich weiß, dass auch einige Weilbacher sich das angehört haben). Bürgermeister Schmitt erklärte das Vorgehen der Stadt und die Zweifel an der Richtigkeit der Angaben der CEPL, was Arbeitsplätze, Lärm und Verkehrsaufkommen betreffen.
Ich möchte das jetzt nicht weiter vertiefen, denn dann müsste ich eigentlich den ganzen Artikel aus der Boten vom Untermain kopieren ![]()
Ich würde sagen: Warten wir es ab, wer Recht hat. Mehr kann man zu den gegenseitigen Vorwürfen momentan eh nicht mehr sagen. Die Jusos Weilbach haben Bürgermeister Schmitt ja letzte Woche nochmal ans Schienbein getreten und ihm mangelende Dynamik vorgeworfen. Da ich Vorsitzender der Weilbacher Jusos bin, geht das natürlich auch meine Kappe. Der Artikel muss doch eingeschlagen haben, denn meine Oma (92, gebürtige Amorbacherin) fragte mich anschließend doch etwas nervös, ob das denn eine Beleidigung sei. Immerhin sitzt sie neben der Mutter des Bürgermeisters in der Kirche. (Hach das ist halt Provinz, was?)
Eschau:
In Eschau verliert die CSU zwei Gemeinderatsmitglieder (darunter den Fraktionsvorsitzenden) und ein langjähriges Parteimitglied. Da hat es offensichtlich richtig gerumpelt, wenn selbst die Presse der CSU für 2008 wenig Chancen einräumt. Prisant: Aus Eschau stammt MdL Rüth von der CSU. Ihm gefällt es natürlich wenig, wenn sich sein Ortsverband etwas zerlegt.
Obernburg:
In Obernburg schlägt die SPD zu. Schon nach der letzte Wahl kritisierte sie, dass es problematisch sein könnte, wenn die Frau des 2. Bgm. Sekretärin des 1. Bürgermeisters sei. Dafür hatte die SPD arg Prügel eingesteckt.
Nun ist es ja bekanntlich inzwischen so, dass sich 1. und 2. Bgm. Spinnefeind sind und der 2. Bgm. sogar über eine Gegenkandidatur im Jahr 2008 nachdenkt. Daher hat der 1. Bgm. auch seine Sekretärin versetzen lassen.
Ein neues Kapitel in einem Streit, der wohl erst 2008 beendet sein dürfte.
aus dem Kreis:
Die Grünen haben sich ein wenig in die Nessel gesetzt. Sie kritisierten den Landrat aus verschiedenen Gründen, nun stellt sich aber heraus, dass viele dieser Punkte gar nicht stimmen. Trostpflaster: Die fünf Anträge im Umweltausschuss sind nicht alle generell abgelehnt worden. Selbst der Antrag zur Energieautonomie des Landkreises wurde noch völlig abgelehnt. Erstaunlich.
Soviel in ganz knapper Form aus dem Landkreis Miltenberg.
0 Responses to “Amorbach, Eschau und Obernburg”
Leave a Reply