Der neue Star Trek Film

Endlich! Nun war auch ich endlich im neuen Star Trek Film. Und ja ich gehöre zu den eingefleischten Fans. Ich habe tatsächlich einen Kommunikator und die Konstruktionszeichnungen der Enterprise D zuhause. Dieser Abend war wieder mal ein Hinweis, wie viele Stunden ich mit Star Trek verbracht habe. Kurz und gut: Ich kenne fast alle Serien und Filme.
So machten wir uns also mit Warb 0.0001 auf nach Walldürn. Denn dort lief der Film im Gegensatz zum Miltenberger Kino noch. Es war fast wie ein DVD Abend mit überdimensionaler Leinwand, denn es waren fünf Personen im Kino. Wir waren zu dritt. Somit störten nur die zwei Personen hinter uns.

Der Film hat mir ganz gut gefallen. Ich sehe das inzwischen alles ja sehr entspannt (und meckere jetzt nicht an jedem Detail herum), obwohl ich als alter Fan wirklich aufmerksam die “Fehler” und “Abweichungen” gezählt habe und mit einer vulkanisch hochgezogenen Augenbraue kommentiert habe. Die Effekte waren groß, die Schnitte schnell, viel Krach und Bumm könnte man sagen. Die Story – nunja sagen wir mal “Ach, schon wieder was temporales … oh nein eine alternative Zeitlinie *nerv*”…
Aber die Schauspieler gaben sich redlich Mühe ihren Vorgängern ähnlich zu werden. Die Gestik von Kirk und Spock war ok. Pille war ein Volltreffer. Der neue Scotty gefällt mir zwar, ist aber völlig anders. Sulu? Hauptsache irgendeinen Asiaten gecastet – Null Ähnlichkeit. Und so weiter.
Einige Nebengags waren dagegen herrlich: Scotty beamte in dieser Zeitlinie den Beagle von Admiral Archer ins Nirgendwo. Super!

Und natürlich der Statist mit der Sprechrolle!!! Rote Uniform, Sprechrolle UND er hat die äußerst wichtigen Sprengsätze am Körper. Der arme Unbekannte namens Olsen springt zusammen mit Kirk und Sulu ab. Ich drehe mich zu meinem Sitznachbarn und raune: Der ist so gut wie tot! Er antwortet: Rote Uniform! …. eins, zwei, drei – Zack und Tod!
(Auch schön hier nachzulesen)

Fazit des Films:
Man hat sich Mühe gegeben den Flair in modernem Gewand aufleben zu lassen. Das ist in den meisten Fällen auch gelungen. Es gab kleine Geschenke an die Hardcorefans und schaffte es trotzdem alles für Neulinge verständlich zu halten. Das war gut. Die Story war aber teilweise etwas bekloppt. Temporales Dingsbums, rote Materie (jaja) usw. Vulkan wird gesprengt (uff – das geht doch nicht! Das ist unlogisch!).
Die Bösewichte, angeblich stark geschminkte Romulaner mit ihrem Bergbauschiff, erinnerten irgendwie an eine ukrainische Mafiagang. Das Bergbauschiff hätte locker aus StarWars sein können und sah so richtig fies aus. Jedenfalls für ein normales Bergbauschiff. Der alte Spock war lustig. Die Filmmusik und einige Szenen, wie auf der Eiswelt, erinnerten stark an Star Wars die Episoden 1-3 (Rotes übergroßes Monster auf einer Eiswelt! Ja, welch Tarnung, welch wärmende Eigenschaften… ach egal.). Trotzdem kam zeitweise Star Trek Flair auf.
Als am Ende dann alles wieder halbwegs im Lot ist und Kirk endlich die Enterprise befehligt, wünsche ich mir fast, dass es KEINE Serie dazu gibt. Da verliert man ja langsam den Überblick! Unterhaltsam war der Film dennoch. Ich habe am nächsten Tag gleich mal mit meiner Freundin eine alte Folge von Enterprise angeschaut.
Aber wie gesagt. Bitte keine neue Serie. Ich befürchte, sie würde floppen!

1 Response to “Der neue Star Trek Film”


  1. 1 Jan

    Ich fand den Film ja auch super, obwohl nicht so ganz krasser Trekki bin. Ich hab zwar TNG geliebt und Voyager fand ich auch gut, aber DSN und Enterprise hab ich nicht mehr gerafft.

    Und: Ich hoffe auch, dass es keine Serie geben wird (schon gar nicht mit Rod Stewart), stattdessen alle 2 Jahre nen neuen Film in der Qualität, das wär cool.

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