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Polizei stürmt Wohnung und hängt Israelfahne ab

So der Titel einer SPON Meldung. Hintergrund der Geschichte: In Duisburg fand eine Demo gegen das Vorgehen des Staates Israel im Gaza-Streifen statt. Dabei zog die Demo an einem Haus vorbei, an dem eine Israelfahne hing. Der dort wohnhafte Student wollte damit seine Solidarität mit Israel bekunden.
Die Demonstranten konnte diese (andere) Meinung zu diesem Thema nicht akzeptieren und haben wohl begonnen das Haus mit Gegenständen zu bewerfen. Die Polizei trat daraufhin die Wohnungstüre ein und entfernte die Fahne(n). Noch Stunden später wurde das Haus von Demonstranten belagert.

Nicht nur die Entfernung der Fahne hat ein Geschmäckle, wenn man überlegt wie die Polizei hier gehandelt hat. (Zu wenig Kräfte ist die übliche Begründung.) Natürlich wollte die Polizei das Gebäude vor Schaden bewahren, aber das bringt natürlich auch verschiedene Signale mit sich (Außenpolitische? Oder bei der nächsten Nazidemo keine Protestschilder mehr auf dem Balkon?)
Auch das Verhalten der Demonstranten wirft ein ungutes Licht auf unsere Demokratie. Kritisieren erlaubt, Meinung mit Gewalt unterstreichen nicht. Sollte man wohl wieder mal erwähnen. Genauso wie die Demonstranten ihre Meinung über das Handeln Israels äußern, darf man auch Solidarität bekunden, ohne Angst zu haben. Das scheint in Deutschland nicht mehr so einfach zu sein. Mal abgesehen davon, dass sich die Polizei auch noch zum Erfüllungsgehilfen eines wütenden Mobs gemacht hat.

(Dazu auch die Blogger, die das Thema zuerst aufgegriffen haben: Ruhrbarone.de)

Übrigens: Dieses schwarz-weiß Denken in den Konflikten im Nahen Osten ist mit sowas von suspekt. Nur um mal den üblichen Spammern und Trollen in den Kommentaren etwas vorzubeugen.

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