Archive for the 'Kreis Miltenberg' Category

Bundeswahlkreiskonferenz der SPD Main-Spessart/Miltenberg

Am Freitag fand in Marktheidenfeld im Hotel “Schöne Aussicht” die Bundeswahlkreiskonferenz der SPD Main-Spessart/Miltenberg statt. Zu Gast war Landesvorsitzender Florian Pronold um die Ergebnisse der großen Umfrage im Landesverband zu präsentieren. Vor einem dreiviertel Jahr war Pronold (und der Landesvorstand) unter dem Motto: “Wir können es besser” durch die Wahlkreise gezogen und hatte Vorschläge von der Basis aufgenommen. Nun kam er zurück. Im Gepäck hatte er die Pläne unter dem Titel: “Wir machen es besser”. Über eine Stunde lang stellte Pronold die Ergebnisse der Umfrage und vor allem deren Konsequenzen vor. Dabei konzentrierte er sich auf die Organisation des Landesverbandes und die Neuerungen, die der Lanesvorstand einführen will.
Natürlich gehe ich hier jetzt nicht ins Detail, aber ich muss sagen, dass ich äußerst zufrieden war. Da hat nicht nur jemand aufgepasst, sondern auch seine Hausaufgaben gemacht. Nicht umsonst sagten viele GenossInnen im Anschluss: “Endlich hat jemand mal unsere Vorschläge ernst genommen und aufgegriffen.”
Der Saal im Hotel war übrigens vollkommen überfüllt. Wir hatten eigentlich nur mit knapp der Hälfte der dann anwesenden Zuhörer gerechnet. Auch die große Anzahl an Jusos fiel nicht nur dem Landesvorsitzenden auf. Es wären ja noch mehr gewesen, hätte der Termin sich nicht mit einer Stufenfeier geschnitten, die viele Jusos “gebunden” hat (Ausschank, Aufbauen ect.). Und da muss man dann natürlich Prioritäten setzen.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Dies zeigten auch die drei Diskussionsrunden am “Ende” der Veranstaltung (die natürlich mehr als die Hälfte der Gesamtzeit einnahmen :) ). Ich habe selten so viel Zustimmung auf einer Parteiveranstaltung gehört. Den Weg, den Pronold und sein Team eingeschlagen haben, kann die BayernSPD wirklich stabilisieren. Bisher war ich da immer etwas skeptisch, dieses Mal hat mich der Landesvorsitzende überzeugt.

Jetzt auch bei uns: ‘Skandal’ in der Kirche

Direkt bei uns um die Ecke wurde der Pfarrer der Gemeinde Kirchzell seiner Ämter enthoben, wie die Bote vom Untermain auf ihrem Online-Auftritt berichtet. Vor zwei Wochen wohnte der Pfarrer noch der Einführung des neuen Pfarrers der Nachbargemeinden bei, jetzt wird der neue Pfarrer auch Kirchzell betreuen müssen.
Der 62-jährige Pfarrer gab zu in den 1990er Jahren sexuelle Kontakte zu einem 15 jährigen Mädchen (nicht aus Kirchzell – wurde wohl zur Beruhigung der Gemeinde angefügt, als ob es das besser machen würde) gehabt zu haben. Die Gemeinde scheint geschockt, wie man hört.

Der Zölibat ist wohl wirklich nicht mehr zeitgemäß. Auf die Hinweisen, dass es diese Art der Enthaltsamkeit erst seit dem 11. Jahrhundert gibt und nur deshalb, weil der Kirche die Versorgung des Nachwuchses zu teuer wurde, spare ich mir hier in aller Ausführlichkeit.
Und wenn wir schon bei meiner Heimatregion sind. Schon früher gab es ja immer die “Geschichten” (wie ich hörte) über Pfarrer und Haushälterin, über den netten Buben, dessen Mutter in besonders inniger Beziehung zur Kirche stand und überhaupt, der Begriff Zölibat scheint ja schon immer sehr flexibel ausgelegt worden zu sein. Inzwischen fordern so viele Menschen die Aufhebung, dass sich die Kirche hier vielleicht wirklich einigen Veränderungen unterziehen muss. Wie wäre es etwa mit einem Optionsmodell. Enthaltsamkeit und Eheverzicht muss nicht sein, darf aber? Geht das vom theologischen Standpunkt?

Kleiner Nachtrag: Ich habe mal den ‘Skandal’ in Anführungszeichen gesetzt.

Neuer ÖDP Chef im Kreis Miltenberg

Bei der ÖDP im Landkreis Miltenberg übernimmt Tobias Fengler das Ruder. So berichtet es die Bote vom Untermain. Die restlichen Posten interessieren mich nicht wirklich. Bedeutend ist am Ende noch, dass die ÖDP mit ihren zwei Kreisräten weiter für Schlagzeilen sorgen werden. Für eine gute Meldung waren sich Scholz und Frey bisher selten zu schade. Das ist natürlich völlig in Ordnung, zeigt es doch, wie man mit sehr wenigen Aktiven ein großes Presseecho erreichen kann. Auch die zwei Kreistagsposten gehen schließlich weit über die eigentliche Bedeutung der ÖDP im Landkreis hinaus. Eine geschickte Landratskandidatur, die Schwäche der KreisSPD (kein Landratskandidaten aufzustellen) ausnutzend, hat die ÖDP Liste damals befeuert. Hinzu kamen, wie gesagt ‘kreative’ Forderungen gegenüber der politischen Konkurrenz. Dagegen wirkt die direkte Konkurrenz von den Grünen blass und fast nicht präsent. Natürlich haben die Grünen mehr Ratssitze und Kreistagsmandate im Landkreis, aber wenn die ÖDP so weitermacht, läuft sie den Grünen den Rang noch ab. Die Themenauswahl des neuen ÖDP Vorsitzenden spricht hier Bände. Nichtraucherschutz-Volksbegehren, Atomausstieg, Radwegekonzepte, S-Bahn-Anschluss an Frankfurt, Ablehnung des Ausbaus der B469 usw.
Persönlich sehe ich ja einige Schnittpunkte mit der ÖDP, aber natürlich wäre es mir lieber, die SPD würde die Wähler dieser Splittergruppe im Kreis für sich erobern. Mal sehn, was die nächsten Monate bringen.

(Kommentar basiert auf einem Boten vom Untermain-Artikel vom 04.05.2010)

Leserbrief in der Boten vom Untermain (12.03.2010)

Heute erschien ein Leserbrief von mir in der Boten vom Untermain. Da ich ja gerade wieder in Stuttgart weile und so nur die Online-Ausage (Main-Netz.de) unserer Regionalzeitung lesen kann, diese aber keine Leserbriefe verfügbar macht, weiß ich nicht, in wie weit mein Leserbrief gekürzt wurde. Aus alter Gewohnheit soll an dieser Stelle aber zum Nachlesen der Urtext veröffentlich werden. (Nachdem die Zeitung mich in einer anderen Sache – dazu morgen mehr – explizit falsch zitiert hat, muss ich mich ja wieder mal vorsehen…)

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Juso AG Amorbach – PM zum Jugendraum und zur TSV-Halle

Vorgestern verschickte ich im Auftrag der Juso AG Amorbach eine kurze Pressemitteilung an die Regionalpresse. Heute ist dazu ein Artikel erschienen, was mich generell ersteinmal freut. Es ist ja nicht so einfach als politische Partei oder Organisation eine PM abzusetzen.
Natürlich war ich auf der AG Sitzung auch anwesend, aber eigentlich wollte ich gar nicht zitiert werden. Die Jungs und Mädels sind ja eigenständig und ich unterstütze sie nur. Die Presse hat mich nun aber ausführlich “zitiert”, da die PM ja von mir kam. Das nächste Mal muss ich wieder ausdrücklich schreiben, woher die Sache stammt. Ein “i.a. Juso AG Amorbach” reicht doch nicht.
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Kurz notiert: Regierung will gegen Google Street Views vorgehen

Vor Monaten hat die SPD Weilbach-Weckbach sich mit dem Thema Google Street View beschäftigt und auch im Gemeinderat dafür zu werben, diese Sache einzuschränken. Damals lies der Bürgermeister Kern verlauten, dass es hier keine Handhabe gebe. Das Landratsamt sah das wohl ähnlich.
Die SPD Weilbach-Weckbach hat trotzdem in ihrem Dezember-Heft kurz über die Sachlage informiert und die Reaktionen waren gerade in Weckbach äußert positiv. Mehrere Bürgerinnen und Bürger meldeten sich bei mir (bzw. bei meinen Eltern) um mehr Informationen zu erhalten (Ich weiß, einige Rückmeldungen stehen noch aus, aber das Examen belastet mich doch etwas.).

Inzwischen sieht die Bundesregierung und viele Kommunen die Sachlage ähnlich und man will Google zumindest Geld abknöpfen für die Fotos. Oder die Sache eben völlig verbieten.
Die WELT berichtet heute darüber und auch eine Google-Sprecherin meldet sich dort zu Wort.

Google wies die Kritik zurück. Für „Street View“ seien in Deutschland bereits seit mehr als einem Jahr im Einklang mit den Datenschutzbehörden Fotos aufgenommen worden. „Die Datenschützer haben uns gewisse Dinge mit auf den Weg gegeben“, sagte Google-Deutschland-Sprecherin Lena Wagner.

So würden Gesichter und Kennzeichen unkenntlich gemacht. Jeder Nutzer habe zudem die Möglichkeit, Widerspruch gegen Abbildungen seines Hauses einzulegen, die vor der Einführung entfernt werden sollen. Davon hätten bislang „einige Hundert“ Gebrauch gemacht.

(Quelle: WELT)

Den letzten Satz finde ich dann ja doch bemerkenswert. Ich habe ja vor einigen Monaten mal eine Anfrage zu Google geschickt, wie das “Löschen” vor sich geht und ob man auch eine ganze Straße löschen kann (als Service für die Nachbarn). Außerdem wollte ich unser Haus schonmal löschen lassen. Natürlich keine Reaktion, keine Bestätigung, NICHTS. Gehöre ich nun zu den “einigen Hundert” oder nicht?

Warten wir mal ab, was da nun geschieht.

Nachtrag: Bei Basic Thinking Blog gibt es dazu auch einen Bericht. “Fuck Google – Deutsches Street View unter Dauerbeschuss

Jugendräume und Jugendarbeit im Kreis Miltenberg

Das Thema Jugendräume wird die letzten Monate im Landkreis Miltenberg zu einem immer dringenderen Problem. Seitdem in der Kreisstadt Miltenberg die JUI geschlossen wurde, sieht es wirklich düster im Landkreis aus. Gerade im südlichen Teil des Landkreises gibt es eigentlich für Jugendliche gar keine Möglichkeiten mehr, sich irgendwo zu treffen.
Deshalb ist dies nicht nur ein Problem der Kreisstadt, der zwar als Zentrum eine besondere Aufgabe zukommt, sondern aller Kommunen.
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SPD Dreikönigstreffen in Weilbach

Morgen findet das traditionelle Dreikönigstreffen der SPD im Kreis Miltenberg statt. Wie jedes Jahr richtet einer der Ortsvereine Amorbach, Kirchzell, Schneeberg oder Weilbach die Veranstaltung aus. Im Jahr 2010 ist mein Ortsverein Weilbach an der Reihe. Da trifft es sich ganz gut, dass ich zudem die “Hauptrede” halten werde.
Für dieses Jahr haben wir den Modus der Veranstaltung etwas verändert, da in den letzten Jahren, bedingt durch die vielen Wahlkämpfe, die Grußworte und Vorstellungen etwas zu viel wurden. Das Treffen 2010 wird genau ein Grußwort – nämlich das Grußwort des Ortsvereinsvorsitzenden von Weilbach – und eben meine Rede beinhalten. Aber ich werde keine zwei Stunden am Podium stehen und die lieben Genossinnen und Genossen beschallen. Ich werde mich mit 20 Minuten begnügen.
Mit der restlichen Zeit möchten wir spontanen Wortmeldungen mehr Raum geben. Die Wortmeldungen sind schon immer eine Tradition bei den Dreikönigstreffen. Nun wollen wir für das Jahr 2010 eine längere Diskussion anstossen, die später im Jahr durch unsere kommunalpolitischen Stammtische (liebevoll Kompost genannt) und dann auf dem Kreisparteitag weiter geführt werden sollen.
Deshalb werde ich auch einen Teil der Rede auf innerparteiliche Themen verwenden. Strukturdebatte, Mitgliederentwicklung, Betreuung und Förderung des Nachwuchses. Aber natürlich wird auch der politische Gegner “gewürdigt” werden.

Im Moment bin ich etwas nervös. Hoffentlich kann ich den Erwartungen entsprechen und stehe nicht nur stotternd am Pult. Ich habe zwar schon einige Reden gehalten, aber gerade bei solchen Reden geht es ja auch darum, den Nerv der Zuhörer zu treffen. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich das kann.
Nunja, man wird sehen. Mehr als blamieren kann ich mich ja nicht :)

SPD Dreikönigstreffen im Südlandkreis Miltenberg. 6. Januar, 15 Uhr im Clubheim des SV Weilbach.




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