Archive for the 'Uni' Category

Warum hier wieder so wenig los ist

Ja, die Artikel sind sehr kurz. Oft sind es nur Hinweise auf Beiträge in anderen Medien. Nun habe ich zwar einige Beiträge meinerseits in der Ablage, aber sie sind nicht fertig. Warum dauert das so lange? Das böse Wort Examen macht wieder die Runde. Es steht in wenigen Wochen Geschichte an und eigentlich habe ich mich schon durch alle Themen gelernt. Trotzdem wurschtelt man natürlich bis zur letzten Sekunde an noch einem Aufsatz und noch einer Monographie herum.
Am 23. September erwartet mich die Klausur in Alter Geschichte – Die punischen Kriege. Ich freue mich also auf Hamilkar, Hastrubal und Hannibal. Anschließend drei Wochen Pause und schon wartet die mündliche Prüfung. Normalerweise findet die Prüfung viel später statt, aber ich habe mir den frühstmöglichen Termin geben lassen. Am 19. Oktober werde ich dann über drei Themen mündlich geprüft: “Demokratie der Athener”, “Pilgerfahrten nach Jerusalem” und “Wirtschaftliche Entwicklung im Königreich Württemberg”. Es gibt also noch einige Dinge zu tun.
Zusätzlich sind meine Freundin und ich gerade in der Organisationsphase der dann anstehenden Hochzeit. Muss ja auch noch dies und das geklärt werden. Dankbarer Weise ist da meine Freundin der aktivere Part.
Und damit es nicht langweilig wird, darf ich mich jetzt für den SPD Unterbezirksvorstand ein wenig um den Umzug unserer Geschäftsstelle kümmern. Soll heißen, ich war beim Vorstellungsgespräch der neuen Mitarbeiterin dabei, werde mit Möbel kaufen gehen, Details zum Mietvertrag begutachten usw. usf.
Und wenn DANN noch ein Freizeit bleibt, dann lese ich vielleicht lieber ein Buch, als hier lange Artikel zu verfassen. Das bitte ich zu entschuldigen. Es geht bald weiter. Vielleicht wird noch ein Domainumzug eingeschoben, aber da bin ich noch auf der Suche.

Soviel in Sachen Update, auch wenn es ansonsten hier ja nur noch um Politik geht.

Senatswahlen an der Uni Stuttgart

Heute findet der zweite Tag der Wahlen zum Senat der Uni Stuttgart statt. Ich habe gestern schon meine Favoriten gewählt und zum Glück wurde ich auf den Listen auch vielfach fündig. In den letzten Jahren hatte man oft noch Stimmen zu verteilen, kannte aber keine Leute mehr oder wollte eben dieser Person keine Stimme geben.
Die Wahl ist übrigens wesentlich wichtiger als in den vergangenen Jahren. Die Senatssitze der Studentenschaft wurden nach den letzten Uniprotesten von drei auf sieben Sitze erhöht. Zusammen mit den Vertretern des Mittelbaus gibt es nun eine Sperrminorität gegen die Professorenschaft. Die Studenten können somit ihren Einfluß sehr viel stärker geltend machen. Natürlich braucht es dort nun auch die richtigen Vertreter. Ich hoffe mal meine Favoriten der Liste 3 schaffen es alle in den Senat.

Der Wahlkampf war wieder ziemlich mau. Die Liberale Hochschulgruppe hat eigentlich gar keine Werbung gemacht. Sie stehen zum ersten Mal auf dem Wahlzettel und hoffen wohl mit einem Überraschungserfolg. Immerhin sind sie Liste 1 (warum eigentlich?).
Die Faveve (die Studivertretung mit einer Gemeinschaftsliste) verteilte die üblichen Plakate und dann gab es noch Liste 3 “Bildungsstreik” mit den Recken vom vergangenen Streik. Die Trennung zwischen Faveve und Bildungsstreik ist schon auffällig. Auf Liste 3 stehen eine ganze Reihe Jusos. Deshalb hat sich die Juso HSG auch eine Liste gespart – was ich allerdings nach wie vor für einen Fehler halte. Aber da ich nicht in der HSG aktiv bin, sollen sie mal machen.

Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

Bafögerhöhung: Bundesrat will nicht zustimmen

Wie etwa die SZ berichtet, wollen die Bundesländer Hessen und Bayern der Bafögerhöhung nicht zustimmen. Da die Länder einen großen Teil der Gelder stellen müssen, stimmt auch der Bundesrat über das Gesetz ab. Leider sind Kürzungen im Bildungsbereich gerade schwer in Mode. Schließlich muss man ja überall sparen – deswegen hört man derzeit nur von Bildung – und da geht eine Erhöhung des Bafögs schon gar nicht.
Bayern hat übrigens kein Geld, weil die CSU mit ihrer Landesbank Abermillionen in lustige Verbrecherbanken (Alpe Adria ect.) versenkt hat. Eigentlich gehört der ganzen damalige Aufsichtsrat vor Gericht gezerrt – Huber, Beckstein, Stoiber und Co. plus die schlauen Banker.
Aber keine Sorge, die Ablehnung der Bafögerhöhung ist nur die Spitze des Eisberges. Die großen Sparorgien kommen noch. Bis dahin beginnen sich die Kommunen schon einmal zu wappnen. Ein Blick in die Regionalzeitung genügt. Da wird die Gewerbesteuer erhöht, zusätzliche Ausgaben gestrichen und man wirft bange Blicke nach Berlin und München.
Das wird sicher ein interessanter Sommer.

Zähneklappern in Hessen

Roland Koch kürzt. Und wo kürzt man am Besten. Richtig! Bei den Hochschulen. Bildung und Kindererziehung sind die ersten Opfer der Krise. Das ist zwar äußerst kurzsichtig, aber passt vermutlich in das Weltbild eines Roland Koch.
Hessens Etat wird ab 2011 um etwa 30 Millionen gekürzt. So manche Uni wird da kaum noch die Lehre gewährleisten können. Aber das war vermutlich bisher schon vielfach der Fall. Dank einer neuen Schlüsselverteilung erhalten aber manche Universitäten aber sogar mehr Geld. Es war also kein Wunder, dass der Protest der Hochschulrektoren nicht einheitlich war. Traurig. Mich würde jetzt ja spontan interessieren, welche Bereiche gefördert werden. Finanzwirtschaft und Makroökonomie? Da scheint es ja gewissen Forschungsbedarf zu geben…
Übrigens wird die Geschichte wohl für die Hochschulen bedeuten, dass es 600 Stellen weniger geben wird. Alles Stellen im Mittelbau der Hochschulen. Und wir wissen ja, wer die Hauptlast in der Lehre trägt.
Bin ich froh, dass wir in Baden-Württemberg bald Landtagswahlen haben. Da wird der Mappus sich hüten, solche Kürzungen durchzupauken.

(Quelle: ZEIT)

Wie studiert es sich mit Bologna?

Ein Interview mit einem Masterstudenten zeigt die Unterschiede zwischen Master und Magister auf.

Ich kann nicht monatelang Foucault lesen“ titelt die FAZ. Lesenswert!

Der arme wissenschaftliche Mittelbau

Arm aber sexy? So nennt sich das Blog, den die SZ heute vorstellt (mit Interview). Zwei Doktorantinnen schreiben über die unsäglichen Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft. Interessant dabei: Das Blog läuft seit drei Monaten und beinhaltet nur wenige Beiträge. Trotzdem wird von Seiten der SZ (schon) darauf aufmerksam gemacht. Das sollte man erwähnen.
Das Anliegen bleint aber richtig. Die Situation im Mittelbau der Universitäten scheint überall gleich zu sein. Keine Stellen, aber man will die Elite heranzüchten, sich bald Elite-Uni nennen dürfen und auch sonst ist ja alles super. Einfach mal rein schauen.

Sektempfang für die Absolventen

Viele Abteilungen feiern ihre Absolventen ja gar nicht (“Und Tschüß!”). Die Germanistik in Stuttgart läd dagegen alle Absolventen zu einem kleinen Sektempfang. Allerdings bekam man schon vorher deutlich mit, dass viele Dozenten vor dieser Veranstaltung lieber die Flucht ergriffen. Man könnte daher sagen: Nur die PP (Peoplepersons) waren anwesend.
Ein Detail am Rande: Den Sekt zahlen die Dozenten selbst, die Institutskasse wird dafür nicht geplündert. Eigentlich schlimm. Nichtmal dafür haben wir mehr Geld :)
Da dieses Jahr auch noch viele Profs gerade unterwegs waren, war die Dozenten/Prüfer-Dichte doch sehr gering. Aber auch von den Prüflingen ließen sich nur relativ wenige blicken. Gemessen an der Zahl der Prüfungen war nicht einmal die Hälfte der Leute da. Schade eigentlich. Mit so manchen Leuten hätte man sich ja gerne noch einmal unterhalten. Viele sind nun einfach entschwunden.
Und immerhin war dies die letzte Chance verschiedene Dozenten betrunken zu erleben, ebenfalls mitzuhalten und gemeinsam anzustoßen. Die Abschiedsrede übernahm Prof. Hole (Linguistik) – der zehn Minuten zuvor dazu verdammt wurde. Entsprechend launig fiel diese Rede aus – auch in Sachen Entschuldigung der nicht anwesenden Prüfer.
Nach etwa zwei Stunden war die Feier langsam zu Ende und wir landeten noch in verschiedenen Kneipen, verloren aber derweil soviele Leute, dass der Spruch: “10% Verlust sind immer drin!” eindeutig überstrapaziert wurde… Äh. Nunja. Muss man auch mal erlebt haben.

Die Mini-Examensparty

Diese Woche haben nun die Lehrämtler ihre Examensprüfungen. Natürlich wartet man auf die Leute dann auch und feiert ihren Sieg. Heute war nun die Letzte aus unserer Lerngruppe an der Reihe. M. war erfolgreich und wurde gebührend mit Sekt und Schokolade gefeiert.
Anschließend ging es in die Kneipe neben dem K2, deren Namen ich wieder nicht weiß (nicht das Vale). Die Pizza war sehr lecker. Dann zum Eisessen auf den Schloßplatz – man merkt schon, wir haben das als Schlußpunkt angesehen und richtig losgelegt. Anschließend saßen wir eine Weile in der Sonne an der Oper, nur um dann am “Palast” aufzuschlagen und irgendwann doch unter zur Hilfenahme eines Edekas, neu ausgerüstet mit Getränken, Brot und Käse in Richtung M.s Wohnung aufzubrechen.
Schlußendlich wurden in gemütlicher Runde bei Wein, Käse und anderen Köstlichkeiten (ich hielt mich an das gute Tannezäpfle) eine “Lesung” veranstaltet. Sehr lustig. Zuerst eine alte Hausarbeit: Linguistik-Hauptseminar (Note 1,0) – Die Heiterkeit, ob der Formulierungen war groß. Anschließend las Y. aus Goethes Elegie IV, T. bot Passagen aus Arno Schmidts Gelehrtenrepublik (Immer den Phallus beachten!) und anschließend las ich aus Airens STROBO die Passage CB2. Zudem hörten wir den Abschnitt “In der Hölle”, gelesen von Deef Pirmasens (Gefühlskonserve.de).

Dann gab es noch lustige Webvideos und Bonaparte auf die Ohren. Anschließend rief die letzte Bahn und wir verstreuten uns wieder über Stuttgart. Mal eine ganz besondere Party. … Diese Germanisten… tz tz tz.

Das letzte Semester

Zumindest hoffe ich, dass das SS2010 mein letztes Semester sein wird. Aber auch das letzte Semester beginnt wie alle Semester zuvor. Überlaufene Mensa und Cafete, verwirrte Studenten irren umher, den “alten” Studenten ist es zu voll und sie vermissen die “Ruhe” der vorlesungsfreien Zeit.
Nach meiner Germanistikprüfung steht nun die selbe Sache in Geschichte an. Zum Glück gibt es “nur” vier mündliche Prüfungsthemen plus die Klausur. Also statt sieben Themen (Germanistik) “nur” fünf Prüfungsthemen. Das ist auch gut so, da ich vermutlich bald mit der Magisterarbeit beginnen werde.

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18-stündige Marathonlesung: Parzival

Wie verrückt war das denn?! Zwischen Samstag und Sonntag versammelten sich die Größen der Mediävistik in der Stuttgarter Oper und lasen aus Wolfram von Eschenbachs Parzival. Alles begann um 22 Uhr mit dem Prolog. Anschließend lasen verschiedene Dozenten und Professoren die ganze Nacht bis Sonntag ca. 15:30 Uhr. (Aus geplanten 18 Stunden wurden dann so 16 Stunden).
Wir waren natürlich dabei. Mein Prüfer Prof. Scheuer (Prüfung von Montag) war der Organisator der ganzen Geschichte. Übrigens eine Werbeaktion nicht nur für die Universität Stuttgart, sondern auch für den neuinszenierten Parzifal von Wagner in der Stuttgarter Oper.
Herr Scheuer las um 5:30 Uhr. Wir hatten also folgenden Plan: 22 Uhr bis 23:30 die ersten Verse hören, dann ein paar Stunden schlafen und um 4 Uhr wieder aufstehen und zurück zur Oper. Gedacht, geplant und durchgezogen. Um 5:30 kamen wir wieder in der Oper an und da las Herr Scheuer schon. Offensichtlich waren einige Vorleser in der Nacht etwas schneller als der Zeitplan. Natürlich war das Foyer in dem gelesen wurden nicht mehr voll. Einige ganz Wackere hielten tatsächlich seit gestern Abend um 22 Uhr aus – das sah man ihnen auch an – aber ansonsten hatten sich die Stuhlreihen gelichtet. Wir waren nun der erste Schwung von Zurückkehrenden. Die Mitarbeiter der Oper schauten uns schon etwas entsetzt an, als wir mit einem fröhlichen “Morgen!” dort einliefen. Ziel erfüllt: Verrückte Aktion durchgezogen und Professor quasi angefeuert durch unser erscheinen (er las wirklich super!)
Wir blieben dann bis etwa um 8 Uhr in der Oper und sind dann ersteinmal in ein Café gegangen und haben gefrühstückt.
Stuttgart ist Sonntags vor 11 Uhr wirklich wie ausgestorben. Ganz witzig war es frühs um 5 auf dem Schloßplatz herum zu laufen. Stille, Vögel singen, sonst kein Pieps. Naja dann kamen noch vier verspätete Partygänger, wir haben einen Betrunkenen beim urinieren im Park erschreckt (“Ihr Spanner!” ) und die armen Enten am See vor dem Landtag wussten auch nicht, wie ihnen geschah.

Ich könnt jetzt noch viel über die zu teuren Preise in der Oper schreiben (Kaffee ect.), die doch etwas unbequemen Stühle oder den recht hohen Eintrittspreis. Aber die Aktion war einfach so verrückt, da musste man dabei sein. Haben wir gemacht! Ich find’s toll!




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