Damit hat der Horst nicht gerechnet. Immer wieder poltert Seehofer gegen Berlin, die FDP wird verdroschen als seien sie die neuen Grünen und doch … nichts hat es geholfen. Nach einer geheimen Umfrage*, die der STERN zitiert, steht die CSU weiterhin “nur” bei 38-40%. Das ist eine ganze Menge, blickt man auf den Bund, aber es reicht eben nicht für eine neue segensreiche Alleinregierung in Bayern. Und mit de FDP? Schon wieder? Gott bewahre! Aber vielleicht überleben ja die Freien Wähler dezimiert die nächste Wahl. Mit ihrer Beliebigkeit wären sie die perfekten CSU-Partner.
(* zuerst schrieb ich doch tatsächlich “gemeine Umfrage”. Trifft es auch irgendwie…)
Gestern wollte ich ja das Spiel gegen Ghana irgendwo in Stuttgart anschauen. Aber wie das so in Stuttgart ist, hätten wir da wohl für einen Platz in irgendeinem Biergarten Tische reservieren müssen. Meine Kollegen und ich haben einige Möglichkeiten abgeklappert. Keine Chance. Am Ende landeten wir dann aus Zeitgründen doch bei mir in der Wohnung. Unschlagbare Standortvorteile: Fernseher, Sofa, Kühlschrank, keine ‘verrückten’ Fans mit Tröten. Angesichts des auch für Fans anstregenden Spiels war das wohl die richtige Entscheidung.
Aber Stuttgart war voll. Ich war wirklich fasziniert. Alle Straßen voll, überall Fußballfans, eine riesige Stimmung und das zwei Stunden vor dem Spiel. Es schien als ob ganz Stuttgart auf den Beinen war. Das hat mir schon sehr gefallen. Das nächste Spiel kollidiert fast mit unserer Juso-Kreiskonferenz. Ich sehe schon – diese Kreiskonferenz wird in Rekordzeit abgehalten werden. Aber falls wir gegen England gewinnen – und mal ehrlich – davon gehen wir doch aus, dann vielleicht noch ein Spiel in Stuttgart. Das wär doch was
In der Halbzeitpause traute ich meinen Ohren nicht. Sprach die Moderatorin doch davon, dass Miroslav Klose bei seinem Tor einen inneren Reichsparteitag erlebt habe. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, bin aber zu keiner positiven Anwendung dieses Begriffes gekommen. Der Hinweis, der ironischen Distanz, den man auf Wikipedia findet, greift hier irgendwie auch nicht. Das ist doch keine gängige Redewendung…
Das Ganze ist natürlich wieder gut für einen Skandal. Ich frage mich aber lediglich, wo die gute Frau Katrin Müller-Hohenstein so ihren Wortschatz aufgefüllt hat um auf diese Redewendung zu kommen. Abgesehen davon war das Expertengespräch wirklich Panne. Und das lag weniger an Oliver Kahn, der ja sicher nicht “reden gelernt” hat.
Weitere Kommentare: Fixmbr 1 und 2, Niggemeier (dem ich nicht zustimmen kann)
Zugegeben: Ich habe Lena nicht gesehen. Wir haben nur kurz im Radio am Ende die Auswertung gehört. Kurz gejubelt. Zuvor haben wir kurz zufrieden genickt, als uns die Spielstände Deutschland:Ungarn erreichten. Den Boxkampf haben wir dann schon wieder völlig ignoriert.
Alles halb so wild. Und irgendwie ist mir die Lenamania unheimlich. Hoffen wir mal für Lena, dass sich das jetzt wieder ein wenig verläuft.
Überhaupt: Es gibt doch viel wichtigeres in diesen Zeiten.
….Schließlich beginnt in zwei Wochen die WM.
Das Blog hier ist ja weiterhin im Halbschlaf. Ich bitte das zu entschuldigen. Momentan habe ich einfach keine Zeit. Außerdem plane ich einen Neustart des Blogs. Vermutlich wird das Blog ein wenig aufgespalten und thematisch fokusiert. Bisher war das Ganze hier ja eher ein Gemischtwarenladen mit Gerümpelkammer. Mal sehn, wie sich das entwickelt.
Aber das kann noch einige Tage dauern.
Unheimliche Ereignisse geschehen dieser Tage übrigens in meinem Wohnblock in Stuttgart. Dem Hort der Anonymität zum Trotz habe ich ein “Weihnachtspräsent” erhalten. Ich weiß nicht von wem, aber es hing eine kleine Lebkuchentüte an meiner Tür. Offensichtlich ein Dankeschön für das morgentliche Schneeschieben, welches ich spontan auf die zwei Meter Weg der Nachbarin ausgeweitet hatte. Zumindest fällt mir sonst niemand ein, der mir Lebkuchen schenken würde. Ich kenne ja sonst kaum jemanden auf unserem Gang. Außer die ältere Damen ein paar Wohnungen weiter. Aber dort lag dann wieder kein Schnee…
Jedenfalls war es ja sehr nett. Nur im ersten Augenblick überlegt man doch. Welchem Nachbarn war ich zu laut und habe nun nach seiner Ansicht einen mit Abführmittel getränkten Lebkuchen verdient ?
Im Saturn wurde ich heute beim Kauf einer 18+ DVD (Crank2) doch ernsthaft nach meinem Ausweis gefragt. Es lag sicherlich auch am Glühwein, den ich zuvor mit einigen Freunden konsumiert hatte, aber im ersten Moment wusste ich nicht, was die gute Frau an der Kasse von mir wollte. Ich war so zu sagen, nicht mehr an die Frage gewöhnt.
Ich musste dann wirklich meinen Ausweis zeigen, was mit dem Kommentar “Oh!” der guten Frau endete, die etwas kleiner in ihrem Sitz wurde. Nach dem Bezahlen habe ich mich für das Kompliment bedankt und habe noch gewitzelt, sie habe mit den Abend versüßt. Nun gut, immerhin war es ihr dann nicht mehr peinlich. Es sei ja teilweise so schwer das einzuschätzen.
Aber das führt mich zu dem Gedanken: Wenn Glühweinkonsum mich so viel jünger macht und ich die Anzahl der Glühwein-Krüge verrechne mit dem Lebensalter und dann … aber das lassen wir vielleicht lieber.
Und falls das mit diesem Examen nichts wird, bleibt uns Geisteswissenschaftlern immer noch die Karriere im Comedy-Bereich. Zumindest höre ich das in letzter Zeit immer wieder von Kommilitonen. Wobei ich mich natürlich frage, ob eine Pointe über die Erhabenheit, Goethe und die Ästhetik im Allgemeinen wirklich massentauglich ist. Da hilft wohl nicht einmal mehr der flachste aller Philosophenkalauer: “Kant? Ja nun, wenn wir Kant behandeln, sollten wir gleich auch den Mehr-Kant-ilismus betrachten.”
Ha Ha Ha … ja ich merkt schon. Flach.
In den nächsten Tagen vielleicht an dieser Stelle wieder gehaltvollere Beiträge…
Nachtrag:
Gehaltvoll? Endlich mal ein gehaltvoller Top1-Hit in England!
Falls sich der geneigte Leser dieses Blogs fragt, wo denn der Autor geblieben ist:
Er ersäuft gerade ein wenig in Aufsätzen, Monographien und Primärtexten.
Gestern habe ich nocheinmal 10 Bücher gekauft, die ich für die schriftliche Prüfung benötige. Zum Glück gab es davon einige auf dem Internet-Flohmarkt. Manche Exemplare gibt es natürlich nicht einmal käuflich zu erwerben, da muss man auf die Bibliothek hoffen oder auf Kopiervorlagen der Dozenten.
Heute habe ich einen neuen Stapel Aufsätze abgearbeitet und zig Texte per Fernleihe aus weit entfernten Bibliotheken bestellt. Nebenbei muss ich allerdings noch einige Bücher lesen, die Teil einer Prüfung sein werden.
Mein Papierberg wird immer größer. Hoffen wir mal, dass er auch zu gewissen Erhellungen führt. Zumindest für ein Themengebiet der mündlichen Prüfung schält sich ein Endpunkt der Nachforschungen heraus. Bleiben ja nur noch sechs weitere Themenkreise…
Und da ich nun noch drei Thesenpapiere weiter bearbeiten muss, hier etwas Musik.
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